Die Krebsliga Schweiz lacht über elektrohypersensible Menschen

                                                                                                     Bild: Dr. Rolf Marti, Leiter Forschung Krebsliga Schweiz

Am 21. Februar wurde mir ein Link zu einem Video auf YouTube zugespielt. Denn am selben Tag war Prof. Dr. Martin Röösli, Leiter Bereich Umwelt und Gesundheit, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, im Rahmen der internen Weiterbildung der Krebsliga Schweiz eingeladen. Das Video zeigt ein Vortrag des „Mobilfunkexperten Nr. 1“, so vom Moderator der Krebsliga, Dr. Rolf Marti, der mit Martin Röösli per Du ist, angekündigt. Der Titel des Vortrages: „5G und Krebsrisiko: Ist das neue Mobilfunknetz gefährlich?“.

Prof. Röösli machte dort wie nicht anders zu erwarten irreführende Aussagen zum Thema, ähnlich wie am Anlass in St. Gallen und dies in noch nie dagewesener Weise. Das „internet of Things“ werde nur geringe Daten brauchen, es seien mit 63% vor allem Videos, die hauptsächlich für die Strahlung verantwortlich sei. Dies entgegen dem wahnwitzigen Ziel vom BAKOM, auf jedem Quadratmeter ein 5G Gerät strahlen lassen zu wollen. Gemeinden die ein Moratorium gegen 5G verfügen, werden mehr Strahlung haben, weil die älteren Generationen höher strahlen würden. In Social Media Kanälen gäbe es sehr viele Verschwörungstheorien von Mobilfunkgegnern und: die Wärme, die durch das Telefonieren am Ohr entstehe, käme vor allem von der Erwärmung der Batterie des Mobiltelefons. Das Vorsorgeprinzip sei betrieblich, technisch und ökonomisch, nicht aber gesundheitlich, gibt Röösli gleich selbst zu. Bei der Interphone Studie zu Krebsgeschehen, die vor allem von der Mobilfunkindustrie finanziert wurde, sagte er, die Probanden hätten angegeben, auf der Seite mit dem Handy telefoniert zu haben, wo der Tumor bereits entstanden sei. Komisch sei, dass es auf der gegenüberliegenden Kopfseite keine Tumore gegeben habe !?!. Die Strahlung hätte seit 2008 abgenommen und 5G würde ohnehin kaum gebraucht und strahle insgesamt viel weniger. Die WRC (World Radiocommunication Conference) habe für 5G eine Frequenz bis 71 Ghz geplant. Diese Frequenz sei aber praktisch gleich wie die jetzt verwendete Frequenz von 3,5 Ghz. 5G sei auch noch energiesparender als die bisherigen Mobilfunkstandards und die grosse NTP Tierstudie wäre eher ein Zufallsergebnis gewesen. Denken Sie über diese Aussagen einfach mal mit gesundem Menschenverstand nach.

O-Ton des "Mobilfunkexperten Nr. 1", Martin Röösli: 

«man kann karzinogene Effekte bei hohen Dosen zwar schon sehen. Man redet viel zu wenig über die Dosis in Bezug auf Effekte. Biologische Effekte treten sicher auf und es gibt noch viele Unklarheiten. Aber Gesundheitseffekte konnte man bisher nicht nachweisen ! Wenn es einen Effekt gibt, dann ist er individuell gesehen wahrscheinlich relativ klein oder sicher klein, sonst hätte man es gesehen. Bei 5 Mrd. Handynutzer weltweit ist auch das relevant, auch wenn es sehr klein ist. Es ist relativ einfach, persönlich hat man alles im Griff wenn man sein eigenes Handy ausschaltet und keine Daten runterlädt, so hat man sehr viel Belastung reduziert, dass es wirklich völlig unpausibel ist, dass es Gesundheitseffekte gibt.»

Es gebe für Tumore kein erhöhtes Risiko durch Mobilfunkstrahlung. Dass das oberste Berufungsgericht in Turin zu einem völlig anderen Schluss gekommen ist und es über zehntausend Studien mit eindeutiger Evidenz zur Expression von Zellen durch EMF gibt, hat Röösli verschwiegen. Ebenso die Tatsache das dasselbe Gericht in Turin zum Schluss kommt, dass wissenschaftliche Beurteilungen durch Mitglieder der ICNIRP wegen Interessenskonflikte weniger zu gewichten sind, hat Röösli, der selbst Mitglied der ICNIRP ist, ebenfalls nicht erwähnt. Tatsachen die nicht in den Kram passen, finden halt bei Herr Röösli einfach nicht statt. So auch das Schreiben des Onkologen Prof. Dr. med. Lennart Hardell und weiteren 22 internationalen Wissenschaftler an den Bundesrat. Da die Liste seiner Falschaussagen in diesem Vortrag kein Ende nehmen will, verweise ich auf die chronologischen Notizen des Videobeitrags mit Minutenangaben weiter unten. Da das Video bei YouTube von der Krebsliga wieder gelöscht wurde und mir die Herausgabe verweigert wird, steht es leider nicht mehr zur Verfügung.

Als wären seine Falschdarstellungen nicht genug, kommt Röösli bei Minute 53:31 auf das Thema „Elektrohypersensibilität EHS“ zu sprechen.

Dabei zitiert er lachend einige englische Fachbegriffe für die Krankheit wie zum Beispiel: „electrohypersensivity syndrom“ oder „radiofrequency radiation desease“ u.ä.

Aber nicht nur er lacht, sondern auch aus dem geladenen Publikum ist lautes Gelächter zu vernehmen, so auch vom Gesprächsleiter Rolf Marti. Da werden also von einem Gremium der Krebsliga über 800´000 elektrohypersensible Menschen ausgelacht, die das Haus ohne Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche nicht mehr verlassen können und schwer darunter leiden.

Wenn man die Verbindungen der Krebsliga und der Mobilfunklobby näher unter die Lupe nimmt, dann erstaunt ein solch herabwürdigendes Verhalten nicht weiter. Denn die Krebsliga ist Trägerin der „Forschungsstiftung Strom und Mobilfunk FSM“. Diese ist direkt von Swisscom, Salt, Sunrise sowie von Swissgrid gesponsert und hat auch in diesem Zusammenhang schon mehrfach Schlagzeilen gemacht.

Ich habe die Krebsliga daraufhin zu den erstaunlichen Sachverhalten per Mail angefragt. Man müsse meine Fragen intern bearbeiten hiess es. Am selben Tag ging bei mir ein offensichtlich intern gedachtes Mail an die Sekretärinnen von Dr. Rolf Marti mit folgenden Zeilen ein:

Vielen Dank, Anita und Marianne, für die absolut korrekte Antwort.

Habe die Beiträge des Journalisten gegoogelt, er ist klar ein Verschwörungstheoretiker.

Gruss, Rolf

Was an meinen Beiträgen allerdings Verschwörungstheorie sein soll hat Rolf Marti nicht weiter erwähnt. Ich sehe mich eher als „Verschwörungspraktiker“, da es sich bei der Krebsliga Schweiz offensichtlich um eine Verschwörung gegen elektrohypersensible Menschen handelt.

«Das Video wurde bei YouTube von der Krebsliga einfach gelöscht» https://www.youtube.com/watch?v=ZVuFRPuI0SQ&feature=youtu.be

Am darauffolgenden Tag, als ich das Video bei YouTube erneut aufrufen wollte, war es nicht mehr da. Das Beweismittel wurde einfach gelöscht. Meine Nachfrage bei der Krebsliga, wer und wieso das Video gelöscht habe, wurde nicht beantwortet:

Antwort Krebsliga Schweiz:

«Wir kommen auf Ihre Anfragen von letzter Woche zurück und antworten Ihnen gerne wie folgt. Wir laden einmal im Monat anerkannte, externe Fachpersonen zu unseren organisationsinternen Weiterbildungen ein. Die Themen werden von unseren Mitarbeiterinnen ausgewählt. Die Referenten und Referentinnen vertreten ihre eigene Meinung resp. präsentieren die aktuell zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Daten. Sie referieren alleine. Wir sind uns selbstverständlich bewusst, dass es zum Thema 5G und dem Vortrag von Herr Prof. Martin Röösli auch andere Meinungen gibt. Die Aufzeichnung der Weiterbildung ist nur für interne Zwecke gedacht und sie wird von uns nicht weitergegeben.

Freundliche Grüsse

Flavia Nicolai

Medienstelle

Die Referenten vertreten bei den Weiterbildungen also ihre eigene Meinung resp. präsentieren die aktuell zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Daten. Dass aber von Röösli über zehntausend wissenschafliche Daten verschwiegen und elektrophysikalische Gesetze über den Haufen geworfen wurden interessiert die Krebsliga nicht. Auch nicht, wieso über elektrohypersensible Menschen gelacht wird oder das Video gelöscht wurde.

Das Video sei nur für interne Zwecke gedacht und auch ich darf es nicht bekommen. Wieso es bei YouTube einmal aufgetaucht ist, scheint reiner Zufall gewesen zu sein. Wer noch an die Krebsliga spendet, sollte sich ernsthafte Gedanken darüber machen.

Weitere Schlagezeilen aus früheren Jahren über die Krebsliga Schweiz von Gigaherz.ch:

Krebsliga Schweiz und Mobilfunkindustrie weiterhin im selben Boot

So belügt uns die Krebsliga Schweiz

Die Schweizer Krebsliga hat sich selbst demaskiert

Schweizer Krebsliga im Zwielicht

 

Aussagen von Prof. Martin Röösli chronologisch nach Minuten des nicht mehr verfügbaren Videos:

32:24 Beamforming hat dieselbe Immissionscharakteristik wie bestehende.

33:06 in der Stadt Bern strahlt 5G für die SBB nur dann wenn ein Zug mit Datenjunkies vorbeifährt und sonst nicht.

33:15 ANSES 2019 / weniger Strahlung mit 5G bei gleicher Datenmenge mit hypothetischer Berechnung ohne Messgeräte an nur einem Messpunkt

33:44 5G braucht die gleichen Freqenzen wie bisher (3,6 gehört nicht dazu und wurde für Mobilfunk mit Beamforming nie erforscht)

34:01 5G kann kurzzeitig die Exposition höher sein aber dafür weniger lang. Dafür kann man das Filmli schneller runterladen und die Exp. Ist tiefer als das eigene Handy ???

34:56 die Gemeinden mit Moratorien werden mehr Strahlung haben und sind kontraproduktiv trotz 100% Abdeckung. Datenbegrenzung und Abschaffung von Billig-Flatrates sei für Politiker ein heisses Eisen.

35:51 Möglicherweise Krebserregend, aber es könnte auch BIAS sein, dass heisst jetzt nicht, dass es bei Ihnen Krebs auslöst. Turin Urteil nicht erwähnt

36:18 Durschnitt aller Studien zeigt kein signifikantes Risiko, weil sehr viele unbrauchbare Studien dabei sind (Cohort – Frei – Benson – Interphone)

37:19 Hirntumore nehmen nicht zu.

37:59 Gemäss den Hardell Studien mit einem Faktor von 2.42 müsste sich die Anzahl der Akoustikneurinoma verdoppelt haben. Haben sie es denn nicht ? auf die Frage geht Röösli gar nicht ein. Kein erhöhtes Risiko für Tumore. Auch beim Akoustikneurinom, der Bereich der am meisten exponiert ist, findet man kein erhöhtes Risiko. Ein Symptom dafür sei, dass man nach einer gewissen Zeit nicht mehr so gut höre und deshalb der Tumor im Gehörgang früher entdeckt würde.

38:59 INTERPHONESTUDIE / Die Probanden geben an, auf der Seite mit dem Handy telefoniert zu haben, wo der Tumor bereits entstanden ist auch wenn sie auf beiden Seiten telefoniert haben ???. Linkshänder werden offenbar plötzlich zu Rechtshänder.

Auf der anderen Kopfseite trete kein Tumor auf. Biologisch ist es sehr unplausibel, dass es einen Risikofaktor bei hoher Dosis gibt.

40:06 Glioblastome haben sich verdoppelt, aber alle anderen Tumorarten sind zurückgegangen. Das kann auch mit der besseren Diagnostik zusammenhängen.

42:23 Röösli stellt die bisher grösste und bedeutsamste Tierstudie NTP mit 25 Millionen US Dollar Budget als Zufallsergebnis dar:

Dr. Michael Wyde, Toxikologe:

Technologie wird die gleichen Frequenzen wie die älteren Technologien nutzen, aber sie wird auch höhere EMF-Frequenzen, so genannte Millimeterwellen, aufweisen.
Diese höheren Frequenzen, die bis zu 60.000 MHz reichen, können schnell enorme Datenmengen mit erhöhter Netzwerkkapazität übertragen. Es ist also zu erwarten, dass die Benutzer von drahtlosen Geräten im Laufe der weiteren Entwicklung einem viel breiteren Spektrum von EMF-Frequenzen ausgesetzt sein werden.

Da die höheren Frequenzen im 5G-Netz kürzere Entfernungen erreichen und physische Barrieren nicht durchdringen, sind zudem wesentlich mehr Sender und Antennen erforderlich, um die Verbraucher zu versorgen. Daher kann die Nähe von Menschen zu den Antennen zunehmen, was möglicherweise zu höheren Expositionen führen könnte.

Das 5G-Netz erfordert möglicherweise mehr Sender und Antennen, was unsere Exposition gegenüber EMF von Mobiltelefonen erhöhen könnte.

Redaktionelle Anmerkung, nicht von Dr. Michael Wyde und nicht von NTP Wissenschaftler wie von Röösli behauptet wird, sondern von der Regierungsbehörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) der USA:

Komplizierte Studien

In seinen früheren Studien zu 2G und 3G fand die NTP Studie einen klaren Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber EMF von Mobiltelefonen und Gehirn- und Herztumoren bei Mäusen und Ratten.

Aber wenn es um die Auswirkungen von EMF beim Menschen geht, erschweren viele Faktoren die Risikoabschätzung.

Menschen benutzen Mobiltelefone und Kopfhöhrer über Bluetooth und nahe am Kopf getragene Geräte zeigen Schwankungen in der Signalstärke. Sie verändern damit die individuelle Exposition.

Angesichts dieser Komplexität sollten die Ergebnisse des NTP nicht direkt auf die menschliche Handynutzung übertragen werden.

Siehe auch: https://www.gigaherz.ch/icnirp-contra-wissenschaft/

von Prof. Dr.med. Franz Adlkofer

Die Pathologen und Toxikologen der Gruppe kamen zu der Erkenntnis, dass der statistisch signifi­kante und damit eindeutige Beweis (clear evidence) dafür vorliegt, dass sowohl die GSM- als auch die CDMA-modulierte Hochfrequenzstrahlung die Entwicklung bösartiger Schwannome, eine seltene Krebsart, in den Herzen der männlichen Ratten verursacht hat. Bei weiblichen Ratten war das Schwannom-Risiko nicht eindeutig nachzuweisen (equivocal evidence). Zusätzlich zur Krebsentstehung wurde festgestellt, dass bei den RF-exponierten männlichen und weiblichen Ratten ungewöhnliche Formen von Kardiomyopathien, also Schäden im Herzgewebe, aufgetreten waren.

  1. Die Wissenschaftler gelangten auf der Grundlage der statistischen Signifikanz ferner zu der Erkenntnis, dass die pathologischen Befunde im Gehirn männlicher Ratten mit eingeschränkter Beweiskraft (some evidence) auch auf Hochfrequenz-bedingte kanzerogene Wirkungen, spezifisch Gliome, hin­weisen. Bei weiblichen Ratten wurde aufgrund der Befunde die Beweislage bezüglich der Ent­stehung bösartiger Gliome als zweideutig (equivocal evidence) angesehen.

Nicht erwähnte Tatsachen der NTP Studie:

Die Pathologen und Toxikologen der Gruppe kamen zu der Erkenntnis, dass der statistisch signifi­kante und damit eindeutige Beweis (clear evidence) dafür vorliegt, dass sowohl die GSM- als auch die CDMA-modulierte Hochfrequenzstrahlung die Entwicklung bösartiger Schwannome, eine seltene Krebsart, in den Herzen der männlichen Ratten verursacht hat. Bei weiblichen Ratten war das Schwannom-Risiko nicht eindeutig nachzuweisen (equivocal evidence). Zusätzlich zur Krebsentstehung wurde festgestellt, dass bei den RF-exponierten männlichen und weiblichen Ratten ungewöhnliche Formen von Kardiomyopathien, also Schäden im Herzgewebe, aufgetreten waren.

  1. Die Wissenschaftler gelangten auf der Grundlage der statistischen Signifikanz ferner zu der Erkenntnis, dass die pathologischen Befunde im Gehirn männlicher Ratten mit eingeschränkter Beweiskraft (some evidence) auch auf Hochfrequenz-bedingte kanzerogene Wirkungen, spezifisch Gliome, hin­weisen. Bei weiblichen Ratten wurde aufgrund der Befunde die Beweislage bezüglich der Ent­stehung bösartiger Gliome als zweideutig (equivocal evidence) angesehen.

  2. Zusätzlich waren sich die Wissenschaftler einig, dass ein limitierter Beweis (some evidence) auch für eine erhöhte Kanzerogenität im Bereich der Nebennieren vorliegt. Bei den männlichen Ratten war die Anzahl von Phäochromozytomen im Vergleich zu den nicht bestrahlten Kontrollen signifikant erhöht. Bei den weiblichen Ratten wurden in den Nebennieren im Ver­gleich zu den nicht bestrahlten Kontrollen signifikant erhöhte tumorähnliche Hyperplasien beobachtet.

  3. Da die mit der Überprüfung der Ergebnisse der NTP-Studie beauftragten Wissenschaftler die kanzerogene Wirkung der Langzeit-Hochfrequenz-Exposition bei Ratten als definitiv bewiesen ansehen, können sie sich vorstellen, dass die IARC ihre ausschließlich auf der Grundlage der Ergebnisse epidemiologischer Studien beruhende Einstufung der Hochfrequenzstrahlung als „möglicher­weise karzinogen beim Menschen“ mit „wahrscheinlich karzinogen beim Menschen“ der Realität anpassen möchte.

  4. Während bezogen auf die Richtlinien für Kurzzeitexpositionen in voreingenommener Weise angenommen wird, dass sie sicheren Schutz vor den Strahlenwirkungen gewähren, bleibt die ent­scheidende Frage völlig offen, ob diese Richtlinien auch geeignet sind, um sicheren Schutz bei Langzeitexpositionen mit SAR-Werten von oder unter 1,6 bzw. 2 ,0 W/kg zu bieten. Vielleicht ist doch die Zeit gekommen, um diese Richtlinien mit Vernunft zu überprüfen, zu überarbeiten und der Realität anzupassen.

  5. Die Wissenschaftler halten es für wichtig, dass sich die US-Regierung dieser Forschung auch in Zukunft zuwendet und eigene Forschungsprogramme auflegt und das Thema nicht völlig der Mobil­funkindustrie überlässt. Diese Industrie hatte bisher nahezu freies Feld, um Mobiltelefone und die dazu gehörigen Ausrüstungen zu entwickeln und zu verbreiten, wie es ihr passte. Der Abschluss der NTP-Studie sollte nicht das Ende der Förderung der Erforschung biologischer Wirkungen der Hochfrequenzstrahlung durch die US-Regierung besiegeln, zumal damit fort­gefahren wird, die Menschen dieser Strahlung jeden Tag ein bisschen mehr auszusetzen.

43:38 Es gebe nur eine Kinderstudie zu EMF, die er selbst geleitet habe, nämlich die berühmt berüchtigte CEFALO Studie. „Es gibt keine Hinweise, dass bei Kindern ein Zusammenhang zwischen EMF und Krebsgeschehen besteht“. (siehe Bemerkungen dazu  von Prof. Dr. Hardell)

44:29 COHORT Swiss Paediatric Oncology Group – SPOG / Modulierte Exposition durch Kurzwellensender UKW. Keine Resultate bei Kindern.

„Keinen Zusammenhang für Krebst auch in den 3 anderen grossen Studien aus Deutschland (Merzenich et. al., 2008) Korea (He et.al., 2007) und UK (Elliott et.al., 2010)

Die Netanya-Studie der Dermatologischen Abteilung des Kaplan Medical Center, Rechovot und der Sackler Fakultät für Medizin der Universität Tel Aviv, ISRAEL. Hat Röösli verschwiegen. Das Fazit dieser Studie lautet nämlich:

„Vermehrtes Auftreten von Krebs in der Nähe von Mobilfunkstationen“

46:55 EVIDENZEINSCHÄTZUNG RÖÖSLI. Entgegen des BAFU Schreibens an die Kantone gibt es für die Spermienqualität plötzlich unzureichende Evidenz, im Jahr 2014 war sie noch begrenzt.

Für Einwirkung auf die Kognition gibt es ebenfalls unzureichende Evidenz.

Nür für die bereits bestätigten Hirnströme gibt es eine ausreichende Evidenz.

DNA Schäden und programmierter Zelltod erwähnt Röösli nicht.

50:10 Bei den neuen Begleitmassnahmen des Bundes (umweltmed. NIS-Beratungsstelle und der Austauschplattform „Mobilfunk der Zukunft“ handelt es sich gemäss Röösli um „Steakholder“ !

51:01 man kann karzinogene Effekte bei hohen Dosen zwar schon sehen. Man redet viel zu wenig über die Dosis in Bezug auf Effekte. Biologische Effekte treten sicher auf und es gibt noch viele Unklarheiten. Aber Gesundheitseffekte konnte man bisher nicht nachweisen ! Wenn es einen Effekt gibt, dann ist er individuell gesehen wahrscheinlich relativ klein oder sicher klein, sonst hätte man es gesehen. Bei 5 Mrd. Handynutzer weltweit ist auch das relevant, auch wenn es sehr klein ist. Es ist relativ einfach, persönlich hat man alles im Griff wenn man sein eigenes Handy ausschaltet und keine Daten runterlädt, so hat man sehr viel Belastung reduziert, dass es wirklich völlig unpausibel ist, dass es Gesundheitseffekte gibt. !!!

Bei adaptiven Antennen handelt es sich ganz klar um hohe Dosen, besonders im geplanten Millimeterwellen-Bereicht.

53:31 Zynische Bemerkungen zu elektrohypersensiblen Menschen mit Lachen aus dem Publikum.