Fake 5G und Widersprüche vom BAFU

WIR BAUEN 5G - SCHWEIZWEIT BIS ENDE 2019. So hiess die vollmundige Ankündigung des halbstaatlichen Mobilfunkbetreibers SWISSCOM. Eine 90% Abdeckung mit 5G in der Schweiz wurde versprochen. Wie Pilze aus dem Boden seien wohl über Nacht 2000 neue 5G Antennen für die  SWISSCOM entstanden. Das ist natürlich nichts weiter als unlauterer Wettbewerb. Vielmehr ist es so, dass auf bestehende 3G Stationen ein unbekanntes Sotwareupdate aufgespielt wurde. Schneller wurde mit diesem Schwindel die Datenübertragung überhaupt nicht. Dies war ohne Bewilligung möglich - bringt aber schlechtere Qualität mit sich. Man ging damit ganze 3 Generationen zurück statt vorwärts. Die Kunden/Innen werden von der SWISSCOM offensichtlich als minderintelligent eingestuft. 

Am 31. Januar sendete das BAFU, in Vertretung des Vizedirektors Paul Steffen, ein sehr widersprüchliches Schreiben an die Kantone. Die Ausarbeitung der überfälligen Vollzugshilfe könne nur gelingen, wenn es auch eine Messmethode oder Berechnungsgrundlagen für adaptive Antennen gebe. Das BAFU hat im Herbst 2019 eine Vollzugshilfe bis Ende Jahr versprochen und nun wurde sie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies natürlich zum Ärger der Mobilfunkbetreiber, die jetzt einfach in die faule Trickkiste greifen. Doch das BAFU verlangt nicht etwa ein Baustopp, bis die Vollzugshilfe, die Messgeräte und die Messmethode vorlägen, sondern empfielt den Kantonen, man solle doch einfach die adaptiven 5G Antennen den bisherigen Standards gleichsetzen:

Den Kantonen wurde im April 2019 empfohlen, adaptive Antennen wie konventionelle Antennen zu beurteilen. Damit wird deren tatsächliche Strahlung überschätzt und die Beurteilung ist für die betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite

Das hier überhaupt nichts auf der sicheren Seite ist, wird dann klar, wenn man sich mit den technischen Standortdatenblätter der Mobilfunkbetreiber für die Baugesuche beschäftigt, wo schweizweit als gängige Praxis 50-200 Watt für die maximale Ausgangsleistung mit maximaler Datenübertragungsrate angegeben werden. Zum Vergleich: ein Amateurfunkverstärker für 69 Schweizerfranken sendet mit einer Ausgangsleistung von 200 Watt und kommt bestenfalls ins Nachbardorf. Die SWISSCOM will nun mit dieser Leistung ganze Gemeinden versorgen. Dieses Vorgehen erfüllt mit hoher Wahrscheinlickeit den Tatbestand des Betrugs. 

Auch nicht auf der sicheren Seite ist man beim BAFU mit dem QS-System, welche vom Bundesgericht bereits gerügt wurde und auch nicht mit den noch immer fehlenden Messgeräten, der Messmethode und den Berechnungsgrundlagen. Wie Sendestationen mit 64 adaptiven Antennen mit unbekannten Emmissionswerten gleich behandelt werden sollen wie Stationen mit nur 1 Antenne beantwortet Herr Steffen in diesem Schreiben nicht. Man lügt die Bevölkerung einfach weiter an und hofft, dass es niemandem auffällt. Diese für demokratische und menschenrechtsorientierte Werte unsäglich verletzende Vorgehensweise wird auf jeden Fall nicht ohne Folgen bleiben.

Rundschreiben an die Kantone BAFU vom 31.01.2020